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Während der ganzen Zeit der Prüfungsmaßnahmen wurde der Anwärter von den vollberechtigten Lehrern der Schule den verschiedensten Torturen unterzogen. Er wurde mit schmutzigem Wasser überschüttet. Man trat ihn oder man schlug ihn. Man versetzte ihn durch Schreien in Furcht. Man weckte ihn in der Nacht, und man jagte ihn hinaus in den Frost. Aus den Reaktionen des Anwärters schlossen der Lehrer und seine Umgebung Schlußfolgerungen über die Charaktereigenschaften dieses jungen Menschen, über seine Willensstärke und Standhaftigkeit, über seine seelische Reinheit und kulturelle Bildung, über seine Bescheidenheit und seine Hartnäckigkeit. Diese Prüfungen konnten Wochen Monate und in einigen Fällen sogar Jahre dauern.

Der Gedanke von der 'zweiten Geburt' gehörte sowohl daoistischen und konfuzianistischen als auch im buddhistischen System zur Erziehung der Persönlichkeit. Auf alle ist der Ausspruch von Laotze anwendbar:
,ich beginne mit der Erziehung der Gewohnheiten und der Formung des Charakters, und ich erhalte letztlich das Schicksal.

Damit die Schüler das Dao begriffen, mußten sie für Einheit mit dem Absoluten, mit der Tradition, mit dem Wissen vorbereitet und ausgestattet werden. Die Aufnahme des neuen Schülers in die Gemeinschaft vollzog der Oberste Leiter in einer feierlichen Zeremonie, durch die der Schüler für alle Zeiten als Mitglied in die Familie, ja noch mehr, in die Sippe aufgenommen wurde. Der Schüler erhielt das geheime Wissen, das aus fernen Jahrhunderten stammte und von den Meistern der Schule in vielen Generationen bereichert worden war. Wenn er sich intensiv damit beschäftigte und alle Forderungen der Statuten einhielt, erhielt er im laufe mehrerer Jahre die Weihe ersten, zweiten, dritten Grades und so weiter - und zwar je nach seinen Erfolgen.
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