Über Kung Fu
Über Wing Chun
     
   
  Eine Ebene zurück
   

Die Geschichte des Kung Fu


um Buddhismus zu verbreiten. Er wurde jedoch vom Kaiser Liang Wu Ti, zu dem er gekommen war, um zu predigen, nicht angehört. Von diesem verstossen, hat er mit einigen Anhängern Zuflucht im Kloster von Shaolin in der Provinz Honan gesucht. Hier begann er seine Lehre, die auf erschöpfenden Meditationen basierte, zu verbreiten. Seine Übungen erforderten eine völlige seelische und körperliche Hingabe der jungen Schüler. Es geschah oft, daß diese während der Meditation vor Erschöpfung einschliefen. Um dies zu vermeiden entwickelte Ta Mo 18 Übungen zur Konditionsverbesserung, (Die berühmten "18 Hände des Buddha" oder auch "18 Lohan Hände") um dadurch Körper und Geist der Schüler zu stärken. Einige dieser Übungen sind in die Grundformen des chinesischen Boxens eingegangen. Andere Berichte über Kung-Fu gegen Ende des 10. Jahrhunderts stammen vom Kaiser Tai Tzu (Sung Dynastie), der 32 Kampfstellungen für die große Distanz in Regeln faßte und diese ch'ang ch'uan nannte. Durch einen General des kaiserlichen Heeres entstand dann eine der Hauptschulen des Kung-Fu. Diese Kampfmethode basiert auf der Kraft gradlinig ausgeführter Fauststöße. Diese Kunst existiert bis zum heutigen Tag unter dem Namen Hsing i". Kaum hundert Jahre später entwickelte ein ergebener Schüler von Konfuzius, Chan San Feng, ein eigenes Kampfsystem. Dieses brachte Bewegung in das moderne T'ai chi ch'uan", die wichtigste der weichen" Schulen des Kung-Fu. Man sagt, daß Chan von einem Kampf zwischen einer Schlange und einem Kranich fasziniert gewesen sei. Obwohl der Kranich aus allen Stellungen an- griff, gelang es der Schlange immer wieder den Angriffen mit schnellen Bewe- gungen auszuweichen, bis die Schlange am Ende siegte. Davon tief beein- druckt schaffte Chan eine auf der Beobachtung der Bewegungen dieser beiden Tiere basierende, weichere Kampfart. Man nannte sie nei-chia" oder inneres System", wobei an den kraftvollen Formen der äußeren" Schule von Shaolin gravierende Änderungen vorgenommen wurden. Im Tempel der weißen Wolke, in den Bergen im Westen Pekings gelegen, bildete sich so eine Schule der Kampfkünste, bei der das "nei-chia" mit einer ganzen Reihe von Vorbereitungs- übungen, genannt ch'i kung, abwechselte. Mit der Entstehung des nei-chia zeichnete sich der zukünftige Bruch zwischen den zwei bedeutendsten Auffassungen vom Kung-Fu, vertreten durch die beiden Hauptschulen, die äußere (harte) Schule und die innere (weiche) Schule ab. Die eine, beeinflußt durch die Zen-Lehre des Ta Mo aus Shaolin, betonte einen harten und kräftigen Stil. Die andere, unter taoistischem Einfluß, betonte Prinzipien, die denen der Japaner mit ihrem Konzept des Ju" näher standen. Zur Zeit der inneren Unruhen und der daran anschließenden Flucht der Zivilbevölkerung in die Klöster, geschah es zum ersten Mal, daß nicht nur die Ange- hörigen des geistlichen Standes in die Kampfkünste eingeweiht wurden. Auf Grund dieser Tatsachen gestaltete sich die zukünftige Entwicklung des Kung Fu: Bei Abbau des philosophischen Gehalts und steigender Zahl der Übenden erreichte Kung-Fu eine bedeutende Verbreitung.
weiter zur Entstehung des Wing Chun
weiter zur Entstehung des Kung Fu in Shaolin