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Forum » Public » Keules neue Machwerke 1 2
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18.03.07 13:31
Armin



Keules neue Machwerke

Hi!

Heute kommen wir mal zu einem der Lieblingsthemen von Ingo und mir: Keules Videos. (Hm, Mist, den Link hab' ich jetzt verschludert - schaut einfach im Kapmfkunstforum nach).

Zur Erklärung: Keule hat jahrelang WT gemacht und war ein begeisterter Anhänger. Dann fing er an nachzudenken und erkannte, dass das meiste von dem, was er gelernt hatte - seiner Meinung nach - nicht funktionieren würde. Also ging er nicht mehr ins Training und begann sein eigenes System zu entwickeln.

Nun denn, das ist kein Fehler. Also kurz zu dem System: Es basiert darauf, dass NUR und AUSSCHLIEßLICH gesparrt wird. Keine Formen, kein Chi Sao (obwohl auf seinen Videos Chi Sao gezeigt wird, hm), keine Fitness, keine Pratzen, nix. Nur Sparring.

ABER - und da wird der geneigte Leser aufmerken - sein neues System basiert noch immer auf dem von ihm verworfenen WT!

Schaut Euch die Videos an, vor allem den Chi Sao-Teil, dann seht Ihr, was ich meine.

Nun denn. Mir stellt sich jetzt zunächst die Frage, wenn WT nix taugt, warum dann ein System entwickeln, das auf WT beruht? Falsche Grundannahmen werden durch Weiterentwicklung leider nicht richtig(er).

Zu allem Überfluss hatte Keule kurzen Kontakt zu PHB, einem WSL-VT-Vertreter. Dort hat er "richtiges Ving Tsun" kennengelernt, von dem er auch ziemlich begeistert war. Aber trotzdem zieht er nicht die logische Konsequenz und beendet seine "WT-Karriere", nein, er beharrt weiter auf dem, was er mal gemacht hat.

So. Und noch zum Schluss: Auf einem seiner Videos fängt er an mit Eskrima-Konzepten zu arbeiten (Öffnen/Schließen). Sehr interessant. Wo kommt dieses neue Wissen her? Ein böser Mensch würde jetzt unterstellen, dass er sich ein paar Videos angeschaut hat und das dann einfach übernommen hat. Ebenso wie das Auspendeln von Angriffen und das "Blocken" mit einer Deckung.

Nun ja. Also, postet mal fleißig Eure Meinung.


Bis dann,

Armin.


18.03.07 16:55
I.Eyring



Re: Keules neue Machwerke

Jaja, der Keulizismus


die neusten Videos kann man hier downloaden:
http://www.wingchunkungfu.de/downloads/index.php


15.04.07 20:36
Keule



Re: Keules neue Machwerke

Zitat:


Keules neue Machwerke
Hi!

Heute kommen wir mal zu einem der Lieblingsthemen von Ingo und mir: Keules Videos. (Hm, Mist, den Link hab' ich jetzt verschludert - schaut einfach im Kapmfkunstforum nach).

Zur Erklärung: Keule hat jahrelang WT gemacht und war ein begeisterter Anhänger. Dann fing er an nachzudenken und erkannte, dass das meiste von dem, was er gelernt hatte - seiner Meinung nach - nicht funktionieren würde. Also ging er nicht mehr ins Training und begann sein eigenes System zu entwickeln.

Nun denn, das ist kein Fehler. Also kurz zu dem System: Es basiert darauf, dass NUR und AUSSCHLIEßLICH gesparrt wird. Keine Formen, kein Chi Sao (obwohl auf seinen Videos Chi Sao gezeigt wird, hm), keine Fitness, keine Pratzen, nix. Nur Sparring.

ABER - und da wird der geneigte Leser aufmerken - sein neues System basiert noch immer auf dem von ihm verworfenen WT!

Schaut Euch die Videos an, vor allem den Chi Sao-Teil, dann seht Ihr, was ich meine.

Nun denn. Mir stellt sich jetzt zunächst die Frage, wenn WT nix taugt, warum dann ein System entwickeln, das auf WT beruht? Falsche Grundannahmen werden durch Weiterentwicklung leider nicht richtig(er).

Zu allem Überfluss hatte Keule kurzen Kontakt zu PHB, einem WSL-VT-Vertreter. Dort hat er "richtiges Ving Tsun" kennengelernt, von dem er auch ziemlich begeistert war. Aber trotzdem zieht er nicht die logische Konsequenz und beendet seine "WT-Karriere", nein, er beharrt weiter auf dem, was er mal gemacht hat.

So. Und noch zum Schluss: Auf einem seiner Videos fängt er an mit Eskrima-Konzepten zu arbeiten (Öffnen/Schließen). Sehr interessant. Wo kommt dieses neue Wissen her? Ein böser Mensch würde jetzt unterstellen, dass er sich ein paar Videos angeschaut hat und das dann einfach übernommen hat. Ebenso wie das Auspendeln von Angriffen und das "Blocken" mit einer Deckung.

Nun ja. Also, postet mal fleißig Eure Meinung.


Bis dann,

Armin.



Hallo,

folgendes möchte ich loswerden:

in meinen Videos zeige bzw. gebe ich lediglich Trainings-Tips, wie z.B. das Öffnen-Schliessen usw ... das sind nur Tips. Das habe ich auch nicht aus irgendwelchen Videos ... das habe ich mal als Idee mitbekommen und wollte es als Idee weitergeben. Ich kam darauf weil einer in einem Forum vom Lan schreibt und da wollte ich das mal erwähnen.

Es stimmt ich arbeite an meinem "eigenem" System. WT kommt da nicht vor. Es basiert auch nicht auf WT. Es basiert auf meiner Erfahrung, das egal was einer macht, ein Kampf immer gleich aussieht. Ist das nicht merkwürdig ?
Warum trainiert man es nicht gleich so ?
Ich habe viele brauchbare Techniken eingebaut die überall vorkommen. In fast jeder Kampfkunst gibt es diese. Alles ist sehr simpel und schnell zu erlernen.

Das mit Pratzen uvm. nicht trainiert wird stimmt so auch nicht. Der SCHWERPUNKT liegt im Sparring !

Das ein oder andere Video von mir sollte, wie bereits erwähnt, Tips und Anregungen geben.

Ich bin gerade am Homepage-Basteln, da kann man sich dann ein besseres Bild machen.

Vielen Dank und bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung

Grüße Keule



30.05.07 17:36
informant
nicht registriert

Re: Keules neue Machwerke

hi

ich denke mal, dass vieles von keules wissen vom missing link stammt. genau diese dinge die ihr/erda beschrieben habt (öffnen, schließen, auspendeln, auf die finger schlagen, sparring, ellbogenhaltung, usw...) sind inhalte der ersten, bzw. untersten programme des yong tjun und skirmen.

und soweit bekannt, hat keule da ja auch mal reingeschnuppert.

nachdem keule schreibt, er gibt ideen weiter welche er gemacht hat, so hat er diese ideen/erfahrungen im system von heinrich pfaff gemacht...

gruß


31.05.07 07:39
Armin



Re: Keules neue Machwerke

Hallo informant!

Hm, nein, das glaube ich eher nicht. IMO liegt das daran, dass Heinrich Pfaff viele Sachen in sein Yong Tjun einbaut, die er für sinnvoll hält und die aus anderen Systemen stammen, u. a. auch aus dem Eskrima/Skirmen. Und seien wir ehrlich: So viel gibt's da nun auch nicht. Insofern muss es zwangsläufig Parallelen geben.


Bis dann,

Armin.


31.05.07 17:12
Informant
nicht registriert

Re: Keules neue Machwerke

hi

da geb ich dir absolut recht. ich weiß jedoch auch, dass sich keule missing link angeschaut hat. zu dem kamen diese "ideen" auch genau zu der zeit, nachdem diese "ideen" bei ml unterrichtet wurden.

aber nochmal, ich sehe das nicht als schlecht an gutes von den jeweiligen stilen zu übernehmen und sein eigenes ding zu machen. das ist sogar sehr gescheit. meiner meinung nach sollte man jedoch die quellen seiner ideen angeben... ohne in den raum zu stellen, dass wäre einem selber eingefallen....

gruß


31.05.07 17:16
Informant
nicht registriert

Re: Keules neue Machwerke

noch was

heinrich pfaff erklärt sehr wohl von welchem stil er was (welche bewegung, prinzip, ..) übernommen hat. bzw. wie die gleiche sache in verschiedenen stilen ausgelegt wird.

und nein, ich bin nicht mehr bei ml und brauch deshalb HP und seinen stil nicht zu verteidigen.

jedoch war es mir ein bedürfnis dieses klarzustellen.

gruß


31.05.07 20:01
Armin



Re: Keules neue Machwerke

Hallo informant!

Was Keule betrifft könntest Du recht haben. Ist nicht so mein Thema.

Zitat:


aber nochmal, ich sehe das nicht als schlecht an gutes von den jeweiligen stilen zu übernehmen und sein eigenes ding zu machen. das ist sogar sehr gescheit.


Hm, ehrlich gesagt finde ich das nicht. Ein Beispiel: Nehmen wir einen Karateka, der sein Karate mit Wing Chun "aufpeppen" will. Er steht dabei vor ein paar sehr großen Problemen, einfach weil Karate völlig andere Strukturen, Kraftquellen und Theorien hat als Wing Chun.

Sieh's doch mal so. Die Jungs, die sich das Karate haben einfallen lassen, haben doch auch dafür gesorgt, dass die Techniken/Bewegungen bestmöglichst vom Körper untertützt werden. Gleiches gilt auch für die Wing Chunler. Leider sind die dabei zu unterschiedlichen Ergebnissen gekommen. Deswegen wir jeder Austausch, egal in welche Richtung, zu einem weniger effektiven Ergebnis führen.

Zu diesem Thema hat Marc McYoung auf seiner HP ein paar sehr interessante Worte fallen lassen. Hier mal der Link:

http://www.nononsenseselfdefense.com/mushymovement.htm

Zitat:


meiner meinung nach sollte man jedoch die quellen seiner ideen angeben... ohne in den raum zu stellen, dass wäre einem selber eingefallen....


Richtig.

Und als letztes:

Zitat:


zu dem kamen diese "ideen" auch genau zu der zeit, nachdem diese "ideen" bei ml unterrichtet wurden.


Hm ich habe laaange vor ml bei Heinrich Pfaff Eskrima trainiert - und da hat er uns diese Sachen auch schon unterrichtet. Insofern sind diese Sachen nicht "neu" bei Heinrich. Und auch schon damals hat er unheimlich gerne Wing Tsun mit Eskrima vermischt und auch noch andere Einflüsse einfließen lassen. War interessant und vieles was er erklärte schien (!!!) Sinn zu machen. Aus heutiger Sicht, rein Ving Tsun-spezifisch, ist das alles nur ein "Mischmasch" aus - ohne das böse zu meinen. Die einen mischen halt, die anderen nicht. Ist ja auch ok. Nur - siehe oben der Link.


Bis dann,

Armin.



01.06.07 07:54
1201

.......immer lernen.......

Re: Keules neue Machwerke

hi armin

bezüglich des vermischens gebe ich dir (im grunde) absolut recht. die systeme sollten, damit das ganze einigermaßen funktioniert doch ähnlich sein. zwischen karate und vt wirds sicher schwer funktionieren...

beim vermischen meinte ich das auch eher so, dass man, wenn man eine kampfkunst nie in seiner gesamtheit gelernt hat (und wird), sich anregungen aus anderen stilen holen kann - sogar muss - damit das, was man bis jetzt an informationen hat/hatte einigermaßen funktioniert.

beispielweise wenn man nicht 10 und mehr jahre WT macht, kommt man mit dem was einen an schrittarbeit und beweglichkeit usw... gelehrt wird nicht weit. holt man sich aber gewisse bewegungsmuster aus anderen stielen (die natürlich einigermaßen :) dazupassen sollten) funktioniert das ganze auf einmal - zumindest besser...

auch kann man dann "ideen die hinter anderen bewegungen" stecken bei einigen seiner bewegungen interpretieren, was einem sicher niemand jemals gesagt hätte - zumindest nicht ohne lange jahre und viel kohle....

aber - im grunde hast du recht! ich denke aber du weißt wie ich es gemeint habe. ich bin da nicht von einer 100%igen toplösung (meistern)ausgegangen. jedoch kann man sich im "unteren bereich" sehr wohl verbessern.

gruß


01.06.07 19:07
Armin



Re: Keules neue Machwerke

Hallo 1201,

ich verstehe was Du meinst und grundsätzlich liegst Du richtig - nur würde ich dann dem- oder derjenigen raten gleich Jiu Jitsu zu lernen. Die haben das dann schon von Anfang an.

Nun ja, ich bin halt kein Fan des Kampfkunst-Tourismus. Entweder man macht was richtig, oder man lässt es und sucht so lange bis man das richtige gefunden hat.

"Ein bisschen hiervon, ein bisschen davon" macht vielleicht für einen Anfäger Sinn, für jemanden, der sich aber richtig mit der Materie auseinander setzen will, ist das absolut sinnlos. Zumindest so lange, bis er sich eine wirkliche Basis in seinem System erarbeitet hat - und hapert's fast immer.


Bis dann,

Armin.


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