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8 Elemente der inneren und äußeren Entwicklung
   
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Die 8 Elemente der inneren und äußeren Entwicklung

Leere, Stille, Sinken, Weichheit
Technik, Kraft, Timing, Winkelstruktur


Wing Chun Kung Fu, als ein vollständiges, ausgewogenes System, ist eine der wenigen Kampfkünste, von der man sagen kann, dass sie von ihrer Natur her innere, wie auch äußere Elemente entält und schult. Die Unterscheidung wird basierend auf der Art, wie ein System den Körper des Übenden ausbildet, getroffen. In einem "Inneren", oder "Weichen" System, werden die Knochen und Sehnen vor den Muskeln aufgebaut, während bei einem "Äußeren" oder "Harten" System erst die Muskeln gefolgt von den Sehnen und zuletzt den Knochen ausgebildet werden. Da das Wing Chun System damit anfängt die Knochen und das Bewußtsein für ihre Struktur aufzubauen, ist es zunächst ein "Inneres" System. Es legt aber eben so großen Wert auf die Entwicklung der äußeren Elemente. Dies beinhaltet die positiven und negativen Aspekte einer Kampfkunst, wie man sie im Kontext der Yum/Yeung (genannt Yin/Yang im Mandarindialekt, und so auch besser bekannt) Struktur, dem chinesischen Konzept natürlicher Ausgeglichenheit und Ordnung, kennt. Yum kann sich auf alle weichen, passiven oder femininen Qualitäten beziehen. Yeung auf die mehr physischen, männlichen oder kraftorientierten. Nacht/Tag, männlich/weiblich, Feuer/Wasser, Plus/Minus sind alles Beispiel für eine Yum/Yeung Beziehung. Zunächst erscheinen die beiden dem westlichen Betrachter als Gegensätze, in Wirklichkeit sind sie aber Teilstücke eines Ganzen; jedes von ihnen ist ohne das Andere nicht komplett.
Weiblich ist nicht das Gegenteil von männlich, sonder dessen Komplementär, da jeder Teil Eigenschaften hat, die einzigartig und wichtig für die Spezies sind. Beide haben aber auch Eigenschaften, die beiden eigen sind. Es gibt vieles, was man als Yeung, oder männliche Anteile im weiblichen, bzw Yum oder weibliche Anteile im männlichen, bezeichnen könnte. In anderen Worten, nichts kann vollständig Yum oder Yeung sein. Ein weiteres Beispiel: obwohl Baumwolle weich ist, muss sie auch etwas festes haben, da sie sonst auseinanderfallen würde. Ein Diamant ist extrem hart, aber auch er enthält genug Weichheit, um nicht plötzlich total brüchig zu werden. Aus diesem Grund haben die altertümlichen Chinesen das schöne und bedeutsame Symbol, welches Yum und Yeung repräsentiert und einen perfekten Kreis bildet, erschaffen.
Yum/Yeung

In jeder Hälfte existiert ein kleiner Teil der anderen. Im Wing Chun, wie in der Natur, kann nichts vollständig Yum oder Yeung sein, sondern muss aus einer Mixtur beider Elemente bestehen. Innerhalb jeder Technik gibt es eine Ausprägung Richtung Yum oder Yeung, was auch davon abhängt, ob es sich um eine eher zu Yum oder eine eher zu Yeung tendierende Technik handelt. In wenigen Sekunden kann jede Hand nach vorne und zurück schnellen, der Yum/Yeung Struktur folgend, gewöhnlich abwechselnd von einer zur anderen Hand. Es gibt einen kurzen Moment, wenn der Wechsel geschieht, in dem beide Hände irgendwo dazwischen liegen können.
Die Yum und Yeung Aspkete, die das Wing Chun entwickelt, können identifiziert und in acht Sektionen unterteilt werden - vier innere und vier äußere.
Die vier inneren Elemente sind: Auf der äußeren Seite sind es: