
Während der frühen Fünfziger waren die chinesischen Kampfsportarten sehr begehrt bei den jungen Leuten Hongkongs und der arbeitenden Klasse. Alle mögliche Stile waren auffindbar wie Hung Gar, White Crane – Weißer Kranich, Dragon Style – Drachenstil und Choy Lai Fut. Aber niemand hatte etwas von Wing Chun gehört. Ein junger Mann aus Foshan, China, Yip Man sein Name, war dort während jener Tage.
Er lernte die Stile in China und später vervollkommnete er sein Training mit Leung Bik. Er begann im Restaurantsverband zu lehren. Später hatte er eine eigene kleine Schule in seinem Hause im Umsiedlungsgebiet mit einer Fläche von 100-150 sq.ft (11-16 Quadratmeter). Die Jahre vergingen und er lehrte recht vielen Schülern sein Wing Chun System und so wurde der Stil in der Allgemeinheit bekannt.Während dieser Zeit forderten sich verschiedene Stile oft heraus. Yip Mans frühe Studenten wie Lok Yiu und Wong Sheung Leung waren die aktivsten und erfolgreichsten in diesen Kämpfen.
Die Hauptservicestation der Kowloon Motor Bus Kompanie war nur ein paar Blöcke von Yip Mans Schule entfernt und die Arbeiter waren die ersten Mitglieder nach den Restaurantarbeitern. Dann traten die Schulkinder von der benachbarten St. Francis Xavier Schule ein, inklusive Bruce Lee and Hawkins Cheung. Die Wirtschaft war damals sehr schlecht. Flüchtlinge aus China trafen täglich zu Hunderten ein, und es war schwierig für jeden eine Arbeit zu finden. Löhne waren niedrig und die Stunden lang. Dadurch war es nicht einfach für die Schüler Zeit zum trainieren zu finden.Die frühen Schüler wie Leung Sheung, Lok Yiu and Wong Sheung Leung eröffneten ihre eigenen Schule und einige wie Tsui Sheung Tin begannen privat zu unterrichten. 1957 wanderte ein weiterer früher Student Yip Mans, William Cheung, nach Australien aus. Auf dem Wege dorthin ereignete sich ein Vorfall in dem er sich alleine in der Matrosenkabine einschloß und mit mehr als 10 Matrosen kämpfte. Die Zeitungen hörten davon und so wurde Wing Chun in Australien bekannt. Bruce Lee ging ungefähr ein Jahr später in die Vereinigten Staaten. Durch den Start der Fernsehserie Green Hornet wurden die Amerikaner auf ihn und seine Fähigkeiten im Kampfsport aufmerksam. Er begann den Stars und anderen berühmten Leuten in Kalifornien den Wing Chun Stil zu lehren. Leute aus der ganzen Welt begannen über chinesisches Kung Fu zu hören, insbesondere über ein Stil namens Wing Chun.
Nachdem Bruce starb, unterrichtete Leung Ting, einen Studenten aus Deutschland und brachte Wing Chun nach Deutschland. Yip Mans Neffe, Lo Man Kam, brachte die Kunst in die Schweiz und nach Taiwan, seinem Heimatlande. Wing Chun war auf dem Wege die beliebteste Kampfsportart der Welt zu werden. Während dieser Zeit, als Wing Chun auf dem Gipfel der Beliebtheit stand, verstarb Großmeister Yip Man. Schon vor seinem Tode in 1972 hörte Yip Man auf zu unterrichten aber wurde über Wing Chun konsultiert. Zwar hatte er ein hartes Leben in den frühen Jahren in Hongkong, aber auf seine alten Tage hin begannen ein paar reiche Schüler wie Dung Sing und Chan Jee Chu, Beamte der Königlichen Hongkong Polizei, ihn zu unterstützen. Er wurde als das Haupt der Wing Chun Familie angesehen und hatte ein paar gute Jahre vor seinem Tode. Leider benannte er keinen Nachfolger, der die Führung des Wing Chuns weitertragen sollte.Es ist möglich, daß er niemanden fand den er mochte, vielleicht fand er nie jemanden würdig genug, oder er war einfach nicht berührt mit dieser Angelegenheit so spät in seinem Leben. Was auch immer die Gründe waren, Großmeister Yip Man war wirklich der letzte Großmeister des Stiles.
Nach seinem Tode und mit fortschreitender Zeit begannen die Familienmitglieder zu verstehen daß sie auf sich selbst gestellt waren. Wing Chun ist heute eine große Familie mit Schulen in der ganzen Welt. Eine erfolgreiche Organisation braucht einen Führer um alle zu vereinigen und allen beim zusammen arbeiten zu helfen. Aus verschiedenen Gründen sind jene Erben und Schüler Yip Mans die am meisten qualifiziert wären uns zu vereinigen und zu leiten entweder nicht in der Lage oder waren nicht interessiert.Nun 27 Jahre nach Yip Mans Tod treibt die Wing Chun Familie mehr und mehr auseinander. Ohne Führerschaft beginnen einige ihre eigenen Wege zu lehren und einige kritisieren andere, die nicht mit Ihrer Art und Weise des Unterrichtens übereinstimmen. Einige entwickeln Theorien die Yip Man niemals lehrte. Es gibt auch jene die angeben, daß sie die einzig “wahren” Lehrer des Wing Chuns wären. Sie suggerieren, daß die einzig legitimierten Lehrer des Wing Chuns seien jene die sie testeten und als qualifiziert fanden. Leider beeinträchtigen solche Behauptungen die Glaubhaftigkeit der gesamten Bewegung und resultieren nur in einer Spaltung der Wing Chun Familie.
Wing Chun ist ein Stil der Kampfsportart von der wir reden, eine Art des Kämpfens. Man muß für ein lange Zeit lernen und trainieren. Man muß es im Kampfe anwenden um die praktische Erfahrung zu erwerben. Das ist sehr ernst, es kann zu Tod oder Leben führen. Es ist nicht etwas für was man mir Geld bezahlt und ich eine Kopie überreiche. Es ist nicht ganz so einfach. Jeder, der damit lernte, trainierte und kämpfte über eine lange Zeit hin, sollte in der Lage sein verschiedene Wahrheiten über die Kunst zu verstehen. Wie kann jemand die Erfahrungen anderer in Mißkredit bringen und sich selbst den einzig “wahren “ Künstler in der Welt nennen und versuchen andere mit solcher Haltung anzuleiten?Die Grundlagen des Wing Chuns sind in den Formen die uns Yip Man überließ ausgestellt, aber Prinzipien und Theorien sind bei ihm mündlich instruiert worden. Jeder einzige kann die Ideen ein bißchen anders interpretieren. Ich bin sicher, daß Yip Man erfreut wäre, wenn er wüßte, daß wer von ihm lernte den Nutzen den er uns gab weitertragen würde. Falls wir eine gute Führerschaft hätten, die uns vereinigen würde um des anderen Erfahrungen und Ideen auszutauschen und zu akzeptieren, dann würde Wing Chun wachsen und gedeihen. Jeder würde von dem Wissen Nutzen haben.
Ohne diesen starken Verband und Unterhalt zwischen den Wing Chun Mitgliedern würden sich die Prinzipien und Theorien die Yip Man uns hinterließ von Generation zu Generation verringern und eines Tages würde niemand den Stil erkennen. Dann wird Wing Chun nur ein Name in der Geschichte der Kampfsportarten sein.Über den Autor: Duncan Leung
geboren 1942 in Guangdong zog als Kind mit seiner Familie nach Macao. Er kam 1956 zum Wing Chun. Er lebt und unterrichtet in Virginia.
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